Schon als Knabe ist Wilhelm Busch oftmals in Hattorf gewesen. Als er neun Jahre alt war - im September 1841 -, gaben seine Eltern ihn zum Bruder seiner Mutter, zu Georg Kleine nach Ebergötzen. Der war dort Pastor und übernahm es, sich um die weitere Ausbildung dieses Neffen zu kümmern. Gleich am ersten Tage lernte Busch den fast gleichaltrigen Erich Bachmann aus der Ebergötzener Mühle kennen. Beide wurden miteinander von Onkel Kleine privat unterrichtet. Sie faßten schnell Zutrauen zueinander und schlossen rasch eine Freundschaft, die durch ihr ganzes Leben gehalten hat. Auch in der Runde der prominenten Freunde in München, Frankfurt und Holland hat Busch den Freund aus der alten Mühle mitten im Dorf niemals vergessen und niermals verleugnet. Im Gegenteil, er prahlt fast ein wenig damit: » Der Müller ... ist seit meinem zehnten Jahr mein Freund, der liebste und beste, den ich habe. « Noch im Alter rühmt er sich dieser Freundschaft: » Alljährlich besuch ich ihn und schlafe noch immer gut beim Rumpumpeln des Mühlwerkes und dem Rauschen des Wassers «. 'Alljährlich' besuchen, das galt seit 1846, als Familie Kleine - und mit ihr auch Wilhelm Busch - von Ebergötzen nach Lüthorst am Solling übersiedelte. Und das dauerte bis zu Erich Bachmanns Tod im Herbst 1907. Solange jedoch Wilhelm Busch in Ebergötzen wohnte, waren die beiden Freunde 'tagtäglich' beisammen. Sie waren ein unzertrennlich Paar, nicht nur in den gemeinsamen Studien, sondern auch in gemeinsamen Spielen. In gemeinsamen Abenteuern und in mancherlei Jungenstreichen, die vielleicht in Busch's Bildergeschichten - vor allem in » Max und Moritz « - ihren literarischen Niederschlag fanden. Während der ersten drei Jahre in Ebergötzen ist Busch kein einziges Mal ins Elternhaus zurückgekommen.